Ohne Brandton Chatfield und Julius Wolf traten die Nürnberg Falcons am Freitagabend zum Frankenderby beim BBC Bayreuth an. Der Start verlief vielversprechend. Nürnberg traf früh seine Würfe und erspielte sich schnell eine sieben Punkte Führung (0:7). Danach kam Bayreuth und es war ein offenes Spiel (18:16). Im zweiten Viertel war der BBC dann die bessere Mannschaft, schenkte den Falken 29 Punkte ein und ging mit viel Selbstvertrauen und einer 47:36-Führung in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel bot sich den zahlreich mitgereisten Nürnberger Fans in der Oberfrankenhalle ein ähnliches Bild. Bayreuth traf aus allen Lagen, die Falken fanden teilweise nicht statt und lagen nach 30 Minuten mit 67:47 zurück. Es war die Vorentscheidung. Im Schlussabschnitt konnten die Gäste zwar immer wieder Nadelstiche setzen, es gelang aber nicht mehr, den Rückstand merklich zu verkleinern oder gar die Partie zu drehen. So gewann am Ende der BBC Bayreuth das Frankenderby mit 96:68 und nahm damit Revanche für die knappe Niederlage im November.
Nürnbergs Coach Ralph Junge war nach dem Spiel entsprechend bedient: „Wir haben gewusst was uns erwartet, haben aber insbesondere gegen die starken Bayreuther Guards kein Mittel gefunden. Sicher hat uns auch die Reife gefehlt und wir neigen dann dazu, uns ein Loch zu graben, wenn es nicht läuft. Dazu kommt eine sehr schwache Freiwurfquote. Bayreuth hat das für sich nutzen können und sich dann auch in einen Rausch gespielt. Wir müssen das jetzt möglichst schnell abhaken und am Sonntag anders auftreten.“ Dann geht es zu Hause am Familienspieltag gegen die Bozic Estriche Knights Kirchheim. Tip-off in der Kia Metropol Arena ist um 15.30 Uhr.
(Foto by Thorsten Ochs / Ochsenfoto.de)