15. Januar 2023

Nürnberg Falcons sieglos in Bremerhaven

Nürnberg/Bremerhaven – Auswärtsniederlage für die Nürnberg Falcons zum Hinrundenabschluss! Bei den Eisbären Bremerhaven überzeugten die Mittelfranken zwar in Halbzeit 1, gerieten nach dem Seitenwechsel aber deutlich in Schieflage und gaben die Partie so aus der Hand. Dank guter Moral kämpften sich Rocky Kreuser und Co. in den Schlussminuten noch einmal heran, konnten das 88:82 (40:49) und die damit verbundene achte Saisonniederlage am Ende jedoch nicht mehr abwenden. Am kommenden Samstag treffen sich beide Teams in Nürnberg zum Start der Rückrunde wieder. 

 

So haben sich Nürnberg Falcons den Hinrundenabschluss nicht vorgestellt. Nach der deutlichen Heimniederlage gegen Artland war im hohen Norden Wiedergutmachung angesagt! Und im ersten Viertel sah das bei den Eisbären Bremerhaven auch gar nicht so schlecht aus. Aus einer soliden Verteidigung heraus spielte Nürnberg gefälligen Teambasketball, während sich die Hausherren vor allem auf Einzelaktionen in Gestalt von Distanzwürfen verließen. Die Falcons waren die bessere und aggressivere Mannschaft, die trotz der kurzen 8 Mann-Rotation überzeugte und nach zehn Spielminuten 16:22 führte. Christian Feneberg, der per Dreier diesen Zwischenstand markierte, war auch zu Beginn des zweiten Viertels zur Stelle und gab mit seinem Korb zum 16:25 die Richtung für diesen Durchgang vor. Nürnberg drängte, dunkte und traf und erspielte sich zwischenzeitlich eine 14 Punkte Führung (25:39). Bremerhaven wirkte konsterniert, fing sich aber kurz vor der Pause wieder und kam nicht zuletzt dank Daniel Norl und Ex-Falke Robert Oehle nach 20 Spielminuten wieder auf neun Zähler heran (40:49). 

 

Zu wenig für einen Auswärtssieg

 

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Doch während die Falken immer mehr Chancen liegen ließen, kämpften sich die Eisbären Punkt um Punkt heran. Derrick Taylor versuchte mit viel Ruhe und zwei Auszeiten gegenzusteuern, konnte es aber nicht verhindern, dass die Norddeutschen die Partie ausglichen, drehten und mit einer 71:65-Führung in den Schlussabschnitt gingen. Dort lief die ersten vier Spielminuten auf Nürnberger Seite nur sehr wenig bis gar nicht zusammen. Rocky Kreusers Dunk zum 80:67-Anschluss war der erste Korb der Franken im letzten Viertel, kam jedoch gefühlt etwas zu spät. Dennoch setzten die Gäste in der Folgezeit alles daran, den Rückstand nicht zu sehr anwachsen zu lassen und anstelle eines Blowouts wurde es in den Schlussminuten noch einmal richtig spannend. Da es Bremerhaven versäumte den Sack zuzumachen, blieb Nürnberg im Spiel und Thomas Wilder war es, der eine Minute vor dem Ende der regulären Spielzeit auf sechs Punkte verkürzte (86:80). Auszeit Bremerhaven. Die Falcons hatten in der Folgezeit ihre Chancen, diese blieben aber ungenutzt und so gewannen die Eisbären ein Spiel der zwei Halbzeiten mit 88:82. „Diese Niederlage schmerzt. Wir haben in der ersten Hälfte vieles richtig gemacht. Es gehört aber mehr dazu, als nur 25 Minuten konzentriert zu spielen. Wir brauchen mehr Disziplin und müssen verstehen, dass wir 40 Minuten auf der Höhe sein müssen, um in der ProA zu gewinnen. Das hat uns diese Partie auf sehr unschöne Art und Weise gelehrt und so war es am Ende einfach zu wenig für einen Auswärtssieg“, so Trainer Derrick Taylor nach dem Spiel. Die Stats dazu gibt es hier.

 

Rückrunde beginnt mit selber Paarung

 

Am Samstag, 21. Januar, stehen sich beide Mannschaften erneut in der Kia Metropol Arena zum Rückrundenauftakt gegenüber. Der Ticketverkauf läuft bereits. Die Falcons hoffen auf einen ähnlich starken Fan-Support wie bei den letzten beiden Heimspielen gegen Artland und Kirchheim, jedoch auf einen anderen Ausgang und den sechsten Heimsieg 2022/2023. Tip-off ist um 18.30 Uhr. Die Hinrunde beenden die Falken auf Tabellenplatz 7. Eine respektable Momentaufnahme, doch wie heißt es so schön: Am Ende stuhlt der Falke. 

 

(Foto by Dennis Green)